Programm Vorstellung #1: MALADE oder woanders ist auch noch

Gastspiel am Montag, 9. März 19.30 Uhr (Einführung 19.00 Uhr) im Parktheater Bensheim

Ausschnitt aus dem Theaterstück MALADE

Fünf einzigartige Stücke werden deses Jahr auf der Bühne des Parktheaters Bensheims präsentiert. Wir finden, dass jedes einzelne Stück eine kurze Vorstellung verdient hat. Heute starten wir mit dem ersten Stück aus Graz. 

„Am schwersten ist es aufzuhören, bevor es blutig wird. Nicht, dass ich keine Lust dazu hätte… aber man kann ja nicht alles haben!“  
„La Haine“, Mathieu Kassovitz

Woher kommt die aktuelle Wut auf den Status Quo? Wie wird sie in zivilisierter Form unterdrückt und wo tritt sie zutage? Ausgehend von diesen Fragen bedient sich die Inszenierung unterschiedlicher Perspektiven, um zu untersuchen, ob Wut eine Krankheit ist, die uns aufhält, oder vielleicht genau das, was uns antreibt. Sind wir zu krank, um die Verhältnisse verändern zu können oder ist die Krankheit der Welt so stark, dass uns keine andere Möglichkeit bleibt, als ohne Obdach in einem Park zu enden – zufrieden darüber, sich endlich außerhalb der Gesellschaft zu befinden, jedoch niemals als Korrektiv innerhalb des Systems?

Im Hinblick auf das zunehmende Verbarrikadieren hinter immer extremeren Ansichten macht sich „MALADE oder woanders ist auch noch“auf die Suche nach einer Reaktion – helfen hier noch Kompromisse oder kann Veränderung nur dann stattfinden, wenn wir selbst ausgehend von radikalen Standpunkten handeln? Oder ist Rebellion schlichtweg Teilnahme und nichts zu tun die äußerste Gewalt? 

Für ihre Abschlussarbeit haben die beiden Absolventen der Kunstuniversität Graz gemeinsam mit der Regisseurin Rebekka David das Konzept dieses Stücks entwickelt. Hierarchie, Vereinzelung, Ausschluss und fehlende Solidarität bilden den Boden für die Wut, die täglich mehr Raum einnimmt und hier auf der Bühne in Erscheinung tritt. Mit einer Arbeitsweise, die gleichberechtigt und nicht hierarchisch funktioniert, ohne dabei die Kompetenzfelder Regie und Schauspiel aufzugeben, haben die drei versucht, dem auch strukturell etwas entgegen zu setzen.

Eckdaten

von
Rebekka David, Frieder Langenberger, Mario Lopatta
unter Verwendung von Texten von u.a. Virginie Despentes, Felicia Zeller und Heiner Müller

Universität für Musik und darstellende Kunst Graz (künstlerische Diplomarbeit) 

Termin
Montag, 09. März, 19.30 Uhr 
Einführung 19.00 Uhr

Mit
Frieder Langenberger
Mario Lopatta

Regie
Rebekka David

Bühne
Albert Gitschthaler

Kostüme
Friederike Wörner 

Dramaturgie
Ensemble

Dauer
80 Minuten, keine Pause 

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