Vorbericht ALL DAS SCHÖNE

Hier kommt ein weiterer Text aus dem Schulprojekt THEATERKRITIK, der uns auf das letzte Gastspiel der #wjs ALL DAS SCHÖNE  vom Schauspiel Hannover am kommenden Freitag, vorbereitet.

All das, was an der Welt schön ist

von Alessa Lehniger

Für was lohnt es sich eigentlich zu leben? Das muss sich der Junge im Stück ,,All das Schöne“, mit 7 Jahren fragen, um seiner Mutter das Leben zu retten. Als letztes der fünf Inszenierungen innerhalb der Woche der jungen Schauspielerinnen und Schauspieler führt das Schauspiel Hannover dieses Stück am Freitag (29.), 19:30Uhr im Parktheater Bensheim auf. Die 90- minütige Inszenierung kam unter der Regie von Duncan Macmillan zu Stande.

Ein Kind muss mit 7 Jahren durch einen Selbstmordversuch von den Depressionen seiner Mutter erfahren. Nun beginnt die Liste, die Liste mit allen schönen Dingen auf der Welt, welche die Mutter wieder lebensfroh machen sollen. Mit dem Wörtern ,,Eiscreme, Wasserschlachten, länger aufbleiben“ beginnend, wird die Liste immer weiter fortgeführt. Der Frau, für welche sie geschrieben werden, hilft die Liste allerdings nicht, aber dem Jungen, denn diese Liste wird ihn sein Leben lang begleiten. Dabei vergehen viele Jahre, Höhen und Tiefen werden gelebt, aber nur die schönen Dinge werden aufgeschrieben.

Obwohl diese List oft aus scheinbaren Banalitäten besteht, kann sie den Zuschauer dazu anregen, mehr auf die kleinen Dinge acht zu geben, und darauf, was diese eigentlich für uns Menschen bedeuten. Vieles sehen wir selber gar nicht mehr oder betrachten es als selbstverständlich. Trotz der traurigen Thematik, welche das Stück behandelt, möchte das Schauspielhaus Hannover diesem einen lebensbejahenden Charakter verleihen und die Betrachtungsweise vieler Menschen auf die kleinen, positiven Dinge zurückbringen.

Das Stück wird lediglich von einem Schauspieler, Jonas Steglich, auf der Bühne aufgeführt, welcher den Jungen darstellt. Unterstützt wird er dabei durch Livemusik, für die Christian Decker verantwortlich ist. Das Bühnenbild besteht aus vielen Glashäusern. Während des Stückes werden von anderen Personen immer wieder neue Zettel auf die Bühne gebracht und an die Glashäuser angebracht, aber auch der Akteur selbst schreibt im Verlauf neue Dinge auf. Während der Rest der Bühne nicht sonderlich beleuchtet ist, ist es in den Glashäusern, in welchen die Natur auch eine besondere Rolle spielt, sehr hell.

Mit dem Theaterstück ,,All das Schöne“ ist das Schauspielhaus Hannover das erste Mal in Bensheim zu Gast. Rückmeldungen zeigen auch, dass das Stück vielen, vor allem selbst Betroffenen, sehr viel mitgeben kann. Auch ist zu erwähnen ist, dass sich vom Schauspielhaus selbst jedes der Wörter, welche an der Zahl 1 Millionen betragen, selbst ausgedacht wurde.

 

 

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