Programm Vorstellung #4: How to Date a Feminist

Gastspiel am Freitag, 22. März, 19.30 Uhr (Einführung 19.00 Uhr) im Parktheater Bensheim

Das vorletzte Stück der Woche junger Schauspielerinnen und Schauspieler wird präsentiert vom Badischen Staatstheater Karlsruhe und kommt trotz 6 Charakteren mit nur 2 Schauspieler*innen aus.  

Kate arbeitet als Journalistin bei einer Zeitung, ist selbstbewusst, witzig und weiß, wo sie beruflich steht. Doch die eigentliche Emanzipation steht ihr noch bevor. Allein bei ihrem Vater aufgewachsen, hat sie gelernt, Männern zu gefallen, fürsorglich, „perfekt“ zu sein. Und dabei nie darüber nachgedacht, was sie selbst eigentlich will. Steve wiederum wurde stark durch seine feministische Mutter geprägt, die als Aktivistin in einem Frauenfriedenscamp gegen den Atomkrieg kämpfte; Steve ist Feminist. 

Kate und Steve lernen sich auf einer Kostümparty kennen. Obwohl die beiden so unterschiedlich sozialisiert sind, verlieben sie sich Hals über Kopf ineinander. Doch ihr Versuch miteinander die Ehe einzugehen, scheitert bereits 90 Minuten nach der Trauung. Zwei starre Weltanschauungen treffen aufeinander und ringen um Berechtigung. 

Die Inszenierung von Jennifer Regnet folgt dem Vorschlag der Autorin, dass die sechs Figuren des Stückes von zwei Schauspieler*innen gespielt werden. In einem furiosen Schlagabtausch, zwischen Wortgefecht, Rollen- und Kostümwechseln, befreien sich die Figuren von allen Zuschreibung, überwinden ihre Prägungen. Scherze und Spott über das Aussehen von Frauen und über die „netten“ Verhaltensweisen von Männern, die keine richtigen Männer sind, werden als Klischees karikiert und entlarvt. Losgelöst von der Debatte um den Feminismus ist „How to Date a Feminist“ ein Beispiel dafür, wie es uns gelingen kann, durch die Schubkraft der Liebe über uns selbst hinauszuwachsen. 

Eckdaten

Titel
How to Date a Feminist
Komödie von Samantha Ellis 

Badisches Staatstheater Karlsruhe

Mit
Tom Gramenz,  Lucie Emons

Regie
Jennifer Regnet 

Bühne
Anne Horny 

Kostüme 
Jamil Sumiri

Musikalische Leitung & Komposition 
Felix Kusser

Dramaturgie 
Nele Lindemann 

Dauer ca. 90 Minuten, keine Pause 

Aufführungsrechte
Rowohlt Theater Verlag, Reinbeck bei Hamburg

Programm Vorstellung #3: Antigone

Gastspiel am Donnerstag, 19. März, 19:30 Uhr (Einführung 19.00 Uhr) im Parktheater Bensheim

Diese Inszenierung des altbekannten Stücks über Krieg, Macht und Staatsräson, das Sophokles vor gut 2500 Jahren verfasste, überrascht durch einen frischen und modernen Anstrich. 

„Antigone“ ist die Geschichte einer jungen Frau, die sich dem Staat und seinen Gesetzen widersetzt. Die sich für Gerechtigkeit und die Unantastbarkeit der Menschenwürde einsetzt. Die für Mitleid kämpft und Politik herausfordert. Und die damit einen schrecklichen Konflikt heraufbeschwört, der sie und andere am Ende umbringt. 

2500 Jahre alt ist diese „Antigone“ und dennoch erscheint sie als eine moderne Figur von heute. 2500 Jahre alt ist auch die Frage, wie das Volk, die Bürgerinnen und Bürger, sich zur Demokratie verhalten: Welche Haltung nimmst du ein, wenn es um Zivilcourage geht? Kämpfst du mit Antigone oder hältst du dich raus wie ihre Schwester Ismene? Antigone zeigt, dass eine Minderheit nicht machtlos ist. Gerade weil sie sich nicht der Mehrheit anpasst, wird sie unwiderstehlich. „Nicht zu hassen, zu lieben bin ich da“S, ist Antigones Leitspruch. Sie fordert das Aushandeln von Entscheidungen ein. Sie zeigt, wie die, die in der Demokratie nicht gehört werden, sich Gehör verschaffen können.
Die preisgekrönte niederländische Regisseurin Liesbeth Coltof inszeniert die Geschichte der beiden Schwestern als großes Drama auf einer Showbühne. Der Chor wird von Düsseldorfer Rapper*innen gegeben. Das antike Drama trifft auf Texte und Rhythmen einer urbanen Straßenkultur.

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Pressestimmen

„Unglaublich mitreißend. Selin Dörtkardeş in der Titelrolle steht von Beginn an unter Hochspannung. Das Menschenrecht, ein großes Wort, ist ganz ihr Ding.“
Rheinische Post, 10.11.2019

„Ein wegweisender Theaterabend. Stehende Ovationen und Bravo-Rufe. Kluge Regie von Liesbeth Coltof. Rap und Spoken Word-Texte von Aylin Celik und Uğur Kepenek aka Busy Beast begleiten die Gedankenflüge auf ihrer Reise.“
Neue Rhein Zeitung, 11.11.2019

Eckdaten

Titel
Antigone
von Sophokles
Rap und Spoken-Word-Texte von Aylin Celik und Uğur Kepenek aka Busy Beast 

Düsseldorfer Schauspielhaus

Mit
Selin Dörtkardeş 
Natalie Hanslik
Noëmi Krausz 
Eduard Lind 
Jonathan Gyles

Chor 
Aylin Celik, Uğur Kepenek, Jonathan Gyles

Regie
Liesbeth Coltof

Bühne
Guus van Geffen

Kostüm
Martina Lebert

Musik
Matts Johan Leenders, Philipp Alfons Heitmann

Chortexte
Aylin Celik, Uğur Kepenek

Tanz
Selin Dörtkardeş

Licht
Manuel Migdalek

Dramaturgie
Kirstin Hess

Dauer
90 Minuten, keine Pause

Programm Vorstellung #2: Besiegt am Feld des Lebens

Gastspiel am Sonntag, 15. März, 19.30 Uhr (Einführung 19.00 Uhr) im Parktheater Bensheim

Das zweite Stück der diesjährigen Woche junger Schauspielerinnen und Schauspieler kommt aus dem hohen Norden. Die Hochschule für Musik und Theater in Hamburg präsentiert eine psychedelische Revue voller Farben basierend auf Texten des Avantgardisten Daniil Charms. 

Wir sind besiegt am Feld des Lebens.
Und jede Hoffnung ist vergebens.
Zu Ende ist der Traum vom Glück –
allein das Elend bleibt zurück.“
Daniil Harms

Gleich wird jemand an die Tür klopfen und laut rufen: „Öffnen Sie!“. Man könnte sich aufs Bett werfen und die Ohren zu halten. Es hilft nichts. Die Tür geht auf. Wer tritt ein? Sind es Polizisten? Sind es Ganoven? Sie sind jedenfalls zu Späßen und Schlägen bereit und ein Drama nimmt seinen Lauf. Es schreitet durch Lach- und Schmerzräume in eine Welt, in der das Banale und das Grausame dicht beisammen liegen. In der einem Mann der Arm abgerissen wird und eine Frau einen Hammer aus ihrem Mund zieht und sich jeder fragt: „Wohin schauen, wem vertrauen?“

Mit Schauspielstudierenden der Theaterakademie erforscht Regisseur und Thalia-Schauspieler Jörg Pohl die merkwürdigen Zwischenfälle, Agitprop-Verse, und Theaterminiaturen, die der sowjetrussische Avantgardist Daniil Charms (1905 – 1942) dem Wahnsinn des Alltags abgelauscht hat und auf die Rückseite von Kassenzetteln notierte.

Pressestimmen

„Alles ist sehr genau gearbeitet ohne dabei Spontaneität und Spielfreude zu lähmen. Und nie rutscht die Groteske in Klamauk ab.“ 
(Hamburger Abendblatt, 27.05.2019)

„Regisseur Pohl gewährt jedem Darsteller seinen großen Auftritt. Neben dem großen Talent Paula Weber ragen Fabian Dämmich und die unvergleichlich komische Rosa Lembeck […] heraus. Aber auch Miguel Jachmann, May Kirth, Gustav Edvards Gailus und Leonie Stäblein, sowie Magdalena Lermer machen ihre Sache gut. Ein Abend der Entdeckungen.“ 
(Hamburger Abendblatt, 27.05.2019)

Eckdaten

Titel
Besiegt am Feld des Lebens
Eine psychedelische Revue nach Daniil Charms

Hochschule für Musik und Theater
in Kooperation mit dem Thalia Theater

Termin 
Donnerstag, 15. März, 19.30 Uhr 
Einführung 19.00 Uhr

Mit
Miguel Jachmann, Rosa Lembeck, Paula Weber
Fabian Dämmich, Gustavs Edvards Gailus, Maximilian Kurth, Magdalena Lermer, Leonie Stäblein

Regie
Jörg Pohl

Bühne und Kostüme
Lena SchönHelen Stein

Musik
Matthias Stötzel

Bewegung
Catharina Lühr

Dramaturgie
Matthias Günther

Dauer
80 Minuten, keine Pause

Programm Vorstellung #1: MALADE oder woanders ist auch noch

Gastspiel am Montag, 9. März 19.30 Uhr (Einführung 19.00 Uhr) im Parktheater Bensheim

Ausschnitt aus dem Theaterstück MALADE

Fünf einzigartige Stücke werden deses Jahr auf der Bühne des Parktheaters Bensheims präsentiert. Wir finden, dass jedes einzelne Stück eine kurze Vorstellung verdient hat. Heute starten wir mit dem ersten Stück aus Graz. 

„Am schwersten ist es aufzuhören, bevor es blutig wird. Nicht, dass ich keine Lust dazu hätte… aber man kann ja nicht alles haben!“  
„La Haine“, Mathieu Kassovitz

Woher kommt die aktuelle Wut auf den Status Quo? Wie wird sie in zivilisierter Form unterdrückt und wo tritt sie zutage? Ausgehend von diesen Fragen bedient sich die Inszenierung unterschiedlicher Perspektiven, um zu untersuchen, ob Wut eine Krankheit ist, die uns aufhält, oder vielleicht genau das, was uns antreibt. Sind wir zu krank, um die Verhältnisse verändern zu können oder ist die Krankheit der Welt so stark, dass uns keine andere Möglichkeit bleibt, als ohne Obdach in einem Park zu enden – zufrieden darüber, sich endlich außerhalb der Gesellschaft zu befinden, jedoch niemals als Korrektiv innerhalb des Systems?

Im Hinblick auf das zunehmende Verbarrikadieren hinter immer extremeren Ansichten macht sich „MALADE oder woanders ist auch noch“auf die Suche nach einer Reaktion – helfen hier noch Kompromisse oder kann Veränderung nur dann stattfinden, wenn wir selbst ausgehend von radikalen Standpunkten handeln? Oder ist Rebellion schlichtweg Teilnahme und nichts zu tun die äußerste Gewalt? 

Für ihre Abschlussarbeit haben die beiden Absolventen der Kunstuniversität Graz gemeinsam mit der Regisseurin Rebekka David das Konzept dieses Stücks entwickelt. Hierarchie, Vereinzelung, Ausschluss und fehlende Solidarität bilden den Boden für die Wut, die täglich mehr Raum einnimmt und hier auf der Bühne in Erscheinung tritt. Mit einer Arbeitsweise, die gleichberechtigt und nicht hierarchisch funktioniert, ohne dabei die Kompetenzfelder Regie und Schauspiel aufzugeben, haben die drei versucht, dem auch strukturell etwas entgegen zu setzen.

Eckdaten

von
Rebekka David, Frieder Langenberger, Mario Lopatta
unter Verwendung von Texten von u.a. Virginie Despentes, Felicia Zeller und Heiner Müller

Universität für Musik und darstellende Kunst Graz (künstlerische Diplomarbeit) 

Termin
Montag, 09. März, 19.30 Uhr 
Einführung 19.00 Uhr

Mit
Frieder Langenberger
Mario Lopatta

Regie
Rebekka David

Bühne
Albert Gitschthaler

Kostüme
Friederike Wörner 

Dramaturgie
Ensemble

Dauer
80 Minuten, keine Pause 

Zum 25ten Mal: Die Woche junger Schauspielerinnen und Schauspieler in Bensheim

25 Jahre, also genau ein Vierteljahrhundert lang präsentierte die Deutsche Akademie der Darstellenden Künste die Woche junger Schauspielerinnen und Schauspieler in Bensheim. Und dieses Jahr ist es nicht anders! Erneut treffen Kunstliebhaber aus ganz Deutschland aufeinander zu einem Theaterfestival das Nachwuchs-Künstler*innen fördert und Menschen vereint. Heute stellen wir euch das Programm vor. 

Vom 04. – 31.03.2020 am Parktheater Bensheim

Das Programm 2020

Mittwoch, 04. März, 19.00 Uhr
Auftaktveranstaltung
Dagmar Borrmann, Marlene Schäfer und Michael Letmathe stellen im Gespräch mit den Akteuren das Programm vor.
Ort: Gertrud-Eysoldt-Foyer, Parktheater Bensheim

ca. 20.15 Uhr
Ein Einblick in die Schauspielausbildung heute / Gespräch und Szenen Prof. Dr. Dagmar Borrmann erläutert gemeinsam mit Absolvent*innen der Hochschule für Musik und Darstellende Kunst in Frankfurt Aspekte der Ausbildung. Präsentation von Monologen und Szenen aus dem Abschlussprogramm der Absolvent*innen. 

Montag, 9. März, 19.30 Uhr | Einführung 19.00
Kunstuniversität Graz
Malade oder woanders ist auch noch
von Rebekka David, Frieder Langenberger, Mario Lopatta 

Sonntag, 15. März, 19.30 Uhr | Einführung 19.00
Theaterakademie Hamburg, Hochschule für Musik und Theater in Kooperation mit dem Thalia Theater
Besiegt am Feld des Lebens
Eine psychedelische Revue nach Daniil Charms 

Donnerstag, 19. März, 19.30 Uhr | Einführung 19.00
Düsseldorfer Schauspielhaus
Antigone
von Sophokles / Rap und Spoken-Word-Texte von Aylin Celik und Uğur Kepenek aka Busy Beast 

Sonntag, 22. März, 19.30 Uhr | Einführung 19.00
Badisches Staatstheater Karlsruhe 
How to Date a Feminist  
Komödie von Samantha Ellis 

Dienstag, 31. März, 19.30 Uhr 
Nationaltheater Mannheim
Liebe / Eine argumentative Übung von Sivan Ben Yishai 

ca. 22.00: 
Bekanntgabe der Günther-Rühle-Preisträger, 
des Publikums- und des Schülervotums 

Kartenvorverkauf Bensheim

. Tourist-Info, Hauptstr. 39 (Alte Faktorei) Tel.: 06251/5 82 63-14
. Musik Box (im Kaufhaus Ganz), Tel.:  06251/610540
. Bergsträßer Anzeiger, Pressehaus am Ritterplatz
Rodensteinstr. 6, Tel.:  06251/100816
. Musikgarage Bensheim, Bahnhofstr. 24, Tel.: 06251/680352

Kartenvorverkauf überregional

bei allen bekannten Vorverkaufsstellen. Eine Liste der Vorverkaufsstellen in Ihrer Nähe finden Sie hier.

Tickethotline: 0180 6050400 (0,20 € pro Anruf aus dem deutschen Festnetz, max. 0,60 € pro Anruf aus allen Mobilfunknetzen. Die Hotline ist Montag bis Freitag von 8:30 bis 19:30 Uhr, und samstags von 10 bis 15 Uhr erreichbar.

Kartenvorverkauf im Internet bei www.stadtkultur-bensheim.de

Abschlussbericht: Schulprojekt THEATERKRITK

„Wir wünschen uns mehr moderne Themen- mehr politische Themen im Theater!“

Wie blicken auf spannende Wochen zurück. Wir haben die WOCHE JUNGER SCHAUSPIELERINNE UND SCHAUSPIELER mit einem fulminanten Abschluss beendet, haben einen Tripple-Sieger gekürt und fünf tolle Gastspiele erleben dürfen.

Im Rahmen der #wjs hatten wir erneut die Freude, uns mit jungen Zuschauern, Kritikern und Theaterbegeisterten auszutauschen. Im Schulprojekt THEATERKRITIK fand auch dieses Jahr ein reger Austausch über theatrale Formen, Interpretationen und Regietheater statt.

Die Schüler*innen haben nicht nur mit diskutiert, sondern auch Vorberichte und Kritiken erstellt, im Social Media Management mitgewirkt und eifrig mit den Schauspieler*innen und Theatermitarbeiter*innen debattiert.
Elf Schüler*innen aus verschiedenen Schulen in und um Bensheim haben sich alle fünf Aufführungen angesehen und nach engagierten und zum Teil auch kontroversen Diskussionen, ihren eigenen Preis als Schüler*innen-Jury vergeben.

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Schüler-Jury des Schulprojekts THEATERKRITIK

Aber wir waren nicht nur im Theaterraum aktiv, sondern auch in der Schule.
Raphael Kassner (Kooderinator des Schulprojekts der WJS) und Marie Helene Anschütz (PR- und Social Media Managerin der Deutschen Akademie der Darstellenden Künste) besuchten die Schüler*innen des Schulprojekts im Alten Kurfürstlichen Gymnasium Bensheim. Gemeinsam mit den Lehrern des Gymnasiums wurden die Stücke gelesen, besucht und besprochen, so fiel uns eine inhaltliche Arbeit mit den Schüler*innen sehr leicht.

 

In den Workshops, angebunden an das Schulprojekt THEATERKRITIK, entstanden angeregte Diskussionen über Digitalität im Bühnenraum, oder wie die Theater ihr junges Publikum besser erreichen könnten.

 

Die Schüler*innen wünschen sich mehr Werbung via Social Media, mehr Themen auf Bühnen, die sie und die heutige Gesellschaft betreffen, außerdem mehr Rabatte für Schüler*innen auf Abos und Eintrittskarten.
Die Spielpläne der umliegenden Häuser sollen in Schulen geschickt und die Stoffe noch mehr ins Klassenzimmer getragen werden.

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Hier ein paar Otöne der Schüler*innen:

„Wir wünschen uns mehr moderne Themen- mehr politische Themen im Theater!“

„Mich würden Themen interessieren, die mit dem Erwachsenwerden, steigendem Druck auf die Jugend und Vorurteilen von Erwachsenen zutun haben.“

 „Was mir dieses Jahr besonders gefallen hat, war das Mitmachtheater. Das Interagieren mit dem Publikum!“

„Theater darf nicht zu viel kosten. Schüler können sich das oft nicht leisten.“

 „Mehr zeitgemäße Stücke mit modernem Menschenbild. Mich langweilen solche „alten“ und „normalen“ Stücke.“

 „Mehr Social Media Werbung bitte!“

 

Außerdem besonders in diesem Jahr – und durch die Förderung aus den Mitteln des Kulturkoffers möglich gemacht: Neben den Schüler*innen aus Bensheim besuchte auch eine Gruppe junger Leute der Darmstädter JOBLINGE (gemeinnützige AG) zwei Aufführungen der WJS, zu denen es vor- und nachbereitende theaterpraktische Workshops gab.

Wir haben die JOBLINGE zum Projekt befragt:

„Die Workshops davor und danach fand ich gut, da es uns einen Einblick
zu den Stücken gab.“

„Das Theater, bzw. die Aufführungen waren mal was ganz Neues für mich!“

„Dank des Projekts, habe ich das Stück und Theater im Allgemeinen und  besser verstanden.“

 

Wir konnten dieses Jahr mit Geldern aus dem sogenannten „Kulturkoffer“, ein Förderprogramm des Hessischen Ministeriums für Wissenschaft und Kunst, unsere Kreise rund um das Schulprojekt Theaterkritik erheblich erweitern.

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Wir bedanken uns ganz herzlich bei allen Schüler*innen, bei Frau Lang und Herrn Schuller des Alten Kurfürstlichen Gymnasiums Bensheim für diese tolle Zusammenarbeit. Ebenso dem Bergsträßer Anzeiger als Kooperationspartner.

 

Fotos: Alexandra Lechner Fotografie

 

Rezension III ALL DAS SCHÖNE

Lebensbejahung anstatt Suizid

von Alexander Rhein

Das Theaterstück „All das Schöne“ hört sich schön an, denn es ist kein trauriges Stück über Depressionen, sondern ein humorvolles Stück über Lebensbejahung. Im Fachjargon nennt man das Resilienz (Fähigkeit, Krisen zu bewältigen) und man könnte sagen, das Stück ist eine gemeinsame Übung, mit dem Publikum diese Resilienz zu entwickeln.

Es handelt von einem Sohn, der versucht, mit den Suizidversuchen seiner Mutter klarzukommen und ihr zu helfen, indem er eine Liste mit all dem zusammenstellt, was das Leben schön macht. Diese Liste rettet die Mutter nicht, aber ihn. Aufgeführt wurde der Monolog im Parktheater in Bensheim.

Immer mehr Punkte für die Lebens-Liste werden gefunden

Mit dem ersten Punkt Eiscreme wird die Lebensliste angeführt, darauf folgt die Wasserschlacht und länger fernsehen, aber auch die Schokolade ist lebenswert. Am Ende hat die Liste ein Million Gründe, weshalb es sich lohnt, zu leben. Und aus dem einst siebenjährigen Jungen ist inzwischen ein Teenager geworden, beenden wird er die Liste dann am Ende als erwachsene Person. Die XXL-Liste hat die Mutter zweimal vor dem Suizid gerettet, doch der dritte Versuch endet dann mit dem Tod.

Das Theaterstück „All das Schöne“ war am Ende irgendwie zweigeteilt, denn zum einen steht das traurige Thema Suizid der Mutter im Raum. Zum anderen wurde man als Zuschauer in die Aufführung miteingebunden und nahm somit direkt an der Handlung teil, die damit dann doch nicht so traurig war. Im Verlauf des Abends waren somit ein Junge, eine Freundin, eine Psychologin, ein Tierarzt und viele weitere auf der Bühne. Die Zuschauermenge verringerte sich und aus dem anfänglichen Monolog wurde so ein richtiges Stück mit vielen Bühnendarstellern.

Ein Stück, das zum Nachdenken anregt

Doch Suizid ist nicht nur bei Erwachsenen ein Thema. In der heutigen Zeit nehmen sich gerade viele Jugendliche das Leben, weil sie Mobbingopfer wurden oder vielleicht missbraucht worden sind. Das Theaterstück endete für mich deshalb nicht mit der Aufführung. Denn auf dem Nachhauseweg sind mir so viele Gedanken in den Sinn gekommen. Das sensible Thema sollte meiner Meinung nach durchaus in der Schule Beachtung finden, denn Depressionen können sehr vielfältig sein und werden in dem Monolog herausragend und gleichzeitig skurril beschrieben.

Ich finde, der Dramaturgin Barbara Kantel, die die Leitung junger Schauspieler Hannover inne hat, hat ein interessantes und gleichzeitig ein sehr persönliches Theaterprojekt über Depressionen ausgewählt. Inszeniert hat es der Regisseur Paul Schwesig.

Hervorragend gespielt wurde das Stück durch den Schauspieler Jonas Steglich, der den Günter-Rühle-Preis gewann. Außerdem hat „All das Schöne“ sowohl den Schülerpreis, als auch den Publikumspreis bekommen. Das ist der erste Triple seit 24 Jahren, seit dem Bestehen der Woche für junge Schauspielerinnen und Schauspieler.

Rezension II ALL DAS SCHÖNE

Zu Recht mit vielen Preisen belohnt

von Mara Arzberger

Dinge, für die es sich zu leben lohnt: Nummer 1: „Eiscreme“. Eine Liste, die das Leben von Jonas Mutter retten soll und seine Sicht auf die Welt verändert. Es ist der 8. November 1997, als Jonas Mutter ihren ersten Selbstmordversuch aufgrund von Depressionen begeht. Jonas ist zu der Zeit sieben Jahre alt und noch zu jung, um das alles zu verstehen. Trotzdem will er seiner Mutter helfen, indem er ihr eine Liste mit Dingen aufschreibt, für die es sich zu leben lohnt. Die Liste wächst und wächst, doch seiner Mutter kann er nicht helfen. Je älter er wird, desto mehr beschäftigen ihn die Selbstmordversuche seiner Mutter und die Liste. Er verbringt Tage und Nächte damit, die Liste fortzuführen. Zeitweise sieht er keinen Sinn im Führen der Liste. Doch nach kurzer Zeit merkt er, dass sich seine Sicht auf die Welt geändert hat. Jonas lernt alles wertzuschätzen, sein Leben zu genießen und realisiert langsam, dass seine Mutter die Depressionen nicht besiegen kann.

„All das Schöne“, ein Mitmachtheater, inszeniert vom Jungen Schauspiel Hannover. Ein vorerst skeptischer Gedanke meinerseits wandelte sich in das Erleben eines grandiosen und lustigen Abends um. Jonas Steglich überzeugte vorerst mit seiner Soloperformance, hatte jedoch viel Unterstützung von spontan ausgewählten Zuschauern aus dem Publikum. So spielte jemand spontan den Tierarzt, die Dozentin oder sogar Jonas Freundin Ulli. Der Schauspieler erschien den Menschen so offen und sympathisch, dass jeder sofort bereit war, auf die Bühne zu gehen. Unterstützt wurde Jonas Steglich von Christian Decker, der nicht nur den Vater spielte, sondern auch für großartige Livemusik sorgte. Als Vater war er nur als stille Person zu sehen, doch konnte er das Publikum mit seinen Musikkünsten überzeugen. Die beiden unterhielten das Publikum 90 Minuten mit einer großartigen schauspielerischen Leistung und einzigartiger Musik. Zuständig für die Regie war Paul Schwesig, für die Dramaturgie Barbara Kantel.

Nicht nur die spontan ausgewählten Zuschauer beteiligten sich am Stück, sondern auch viele andere. So verteilte Jonas Steglich am Anfang des Stückes Zettel in den Reihen des Parktheaters mit Notizen von der Liste. Ständig wurde die Liste im Laufe des Abends erweitert. Eine Nummer wurde aufgerufen, und der Zuschauer durfte den Zettel vorlesen. Auf der Bühne stand ein kleiner, drehbarer Raum aus Glas. Umgeben wurde dieser von beweglichen Spiegeln. Während des ganzen Abends wurden die verschiebbaren Spiegel mit den Zetteln gefüllt. Der Schauspieler verschob die Spiegel während der Auftritte oft, und jedes Mal wurde ein neues Bild durch die Spiegelungen inszeniert.

Insgesamt bot das Stück „All das Schöne“ einen gelungenen Abschied der Woche junger Schauspieler. Das Thema Depressionen wurde auf eine schöne und ermutigende Art und Weise an den Zuschauer herangeführt, ohne dass sich zu irgendeiner Zeit darüber lustig gemacht wurde. Jonas Steglich stärkte den Zuschauer mit der Botschaft, dass es „immer besser wird, vielleicht nicht 100% perfekt, aber es besser wird“. So ging jeder Zuschauer mit einem Lächeln im Gesicht aus dem Saal. Jedoch wurde auch jeder zum Nachdenken angerregt. Es war ein besonderes Ende, denn es gab Eiscreme für alle, der erste Punkt der Liste, die Jonas „All das Schöne“ nannte. Der ganze Abend überzeugte nicht nur das Publikum, das man während des Stückes oft lachen hörte, sondern auch die Jury. Am Ende des Abends konnte das Schauspielhaus Hannover drei Preise ergattern: Den Publikumspreis, den Preis der Schülerjury sowie den Günther-Rühle-Preis. In summa ein Abend, der den Zuschauern noch lange im Gedächtnis bleiben wird und zu Recht mit vielen Preisen belohnt wurde.

Foto: Dietmar Funk

Rezension ALL DAS SCHÖNE

Zwischen Heiterkeit und Ernsthaftigkeit

von Dominic Schopp und Niklas Dietz

Der Umgang mit Depression – ein ernstes und, so möchte man vermuten, schwer zu inszenierendes Thema, das aber humorvoll und mit dem nötigen Respekt in Szene gesetzt, das Publikum erheiterte. Dies zeichnete das von Duncan Macmillan geschriebene und von dem Ensemble des Staatsschauspiels Hannover inszenierte Mitmachstück „All das Schöne“ aus, das zum Abschluss der Woche junger Schauspieler im Parktheater aufgeführt worden ist.

Die Uraufführung des überarbeiteten Stücks war der 3.6.2017. Die positive Reaktion des Publikums war nicht zuletzt dem aktiven Miteinbeziehen durch den Hauptdarsteller, Jonas Steglich, geschuldet. Außer dem Hauptdarsteller war Christian Decker, der für die musikalische Leitung verantwortlich war, auf der Bühne. Außerhalb der Bühne waren Andreas Alexander Straßer (Bühnenbild), Paul Schwesig (Regie und Kostüme) und Barbara Kantel (Dramaturgie) beteiligt.

Das Stück befasst sich mit dem anfangs siebenjährigen Jungen Tommy, der, aufgrund eines Selbstmordversuches seiner Mutter, früh dazu gezwungen ist, sich mit dem Thema Tod und Depression auseinanderzusetzen. Dies bewegt ihn dazu, eine Liste lebensbejahender Dinge anzufangen, um seiner Mutter die Schönheit des Lebens zu zeigen, „1. Eiscreme, 2.…“. Jedoch geht seine Mutter nicht auf die Liste ein, die ihn, den Sohn, hingegen sein ganzes Leben begleitet. Tiefpunkte, wie Trennung oder der spätere Selbstmord seiner Mutter, bringen Tommy häufig selbst an den Rand der Depression, doch schafft er es mit Hilfe der Liste, sich stets neu aufzubauen.

So kommt es, dass die Liste über die Jahre hinweg immer weiter vervollständigt wird, bis sie letztendlich eine Million Dinge umfasst „…999 999. Eine Aufgabe abschließen“. Die Inszenierung zeichnete sich unter anderem durch ein einzigartiges Bühnenbild aus. Es bestand aus sechs frei beweglichen Spiegeln, die während des Stücks in verschiedensten Positionen um einen drehbaren Kubus herum aufgestellt waren. In erwähntem Kubus befanden sich einige Pflanzen, die in Kombination mit dem Kubus einen geschützten Ort darstellen sollten.

Mit den Spiegeln wurde der gelungene Effekt erzielt, dass sich das Publikum in das Stück mit einbezogen fühlte. Zudem kreierten sie eine bessere Einsicht auf die Bühne. Während des Stücks wurde viel mit Musik gearbeitet, die sich von der Musik des Originalstücks unterschied. Sie wurde vom Ensemble selbst komponiert und vom Hauptdarsteller vorgetragen. Doch glänzte er nicht nur durch den Gesang, sondern auch durch seine schauspielerische Leistung, für die er zum besten Schauspieler der Woche junger Schauspieler gekürt wurde.

Er überzeugte mit Textsicherheit, Präsenz, Verständlichkeit und nicht zuletzt Improvisationskunst im Interagieren mit dem Publikum. Das Zusammenspiel der oben genannten Faktoren erzeugte eine von der Abwechslung zwischen Heiterkeit und Ernsthaftigkeit geprägte Atmosphäre. Der Charakter des Stückes wurde maßgeblich von der Publikumsinteraktion geprägt, wie zum Beispiel dem Heraussuchen einiger Zuschauer, die während des Stücks kleinere Rollen übernehmen sollten, was sehr gut funktionierte.

Ein anderes Beispiel: Der Hauptdarsteller verteilte im Publikum Zettel aus der Liste und ließ diese vom Publikum vorlesen. Bereits das Originalstück wurde mit dem Grundgedanken geschrieben, das Publikum zu beteiligen. Mit dem Vorwissen, dass die Erstaufführung des Originalstücks zuvor nicht den gewünschten Erfolg brachte, ist die Umsetzung in Bensheim sehr gut gelungen. Zunächst wirkte das Konzept eher chaotisch und riss das Publikum aus der Handlung, doch fügten sich diese Passagen immer besser in die Inszenierung ein.

Zusammenfassend ist zu sagen, dass eben diese Interaktionen dem Stück seinen Charakter verliehen haben. Zudem ist lobend hervorzuheben, wie es geschafft wurde, mit gebührendem Respekt vor dem Thema Depression, dessen Ernsthaftigkeit zu vermitteln und dennoch das Publikum zum Lachen zu bringen und über die Dauer des Stückes zu unterhalten.

Unserer Meinung nach lässt sich sagen, dass das Stück seine Auszeichnungen für die beste schauspielerische Leistung sowie die Preise für das beste Stück von jeweils Schüler- und Erwachsenenjury verdient hat. „All das Schöne“: Ein aussagekräftiges Stück, das vermittelt, dass der Blick auf die vielen schönen Dinge im Leben in depressiven Phasen helfen kann.

Tripple in Bensheim

ALL DAS SCHÖNE vom Staatsschauspiel Hannover schafft Tripple in Bensheim

Am vergangenen Wochenende wurde im Parktheater Bensheim der mit 3.000,- EUR dotierte Günther-Rühle-Preis verliehen. Ebenso wurden im Rahmen des Theaterfestivals WOCHE JUNGER SCHAUSPIELERINNEN UND SCHAUSPIELER ein Publikums- und ein Schülerpreis unter den geladenen Gastspielen ausgelobt.
Dabei überzeugte das letzte Gastspiel des Festivals, ALL DAS SCHÖNE von Duncan Macmillan, auf ganzer Linie und räumte alle Preise ab.
Zu sehen war unter der Regie von Paul Schwesig Mitmachtheater vom Feinsten. Der so überzeugende wie charmante Schauspieler Jonas Steglich bezieht von der ersten Minute an das Publikum mit ein, seiner depressiven Mutter eine Liste von all dem Schönen zu schreiben, die das Leben so lebenswert machen. Vom ersten Punkt „Eiscreme“ landen im Laufe der Jahre über eine Million Dinge auf dieser Liste.
Immer wieder holt Jonas Steglich seine Mitspieler aus dem Publikum auf die Bühne, die sichtlich Spaß daran haben. Improvisationsstark, ohne sich aufzudrängen oder das Publikum zu nötigen, führt er durch einen klugen, temporeichen und fein gearbeiteten Abend, der ein schweres Thema behandelt.
Die Liste hilft nicht, seine Mutter zu retten und trotzdem gehen wir versöhnt nach Hause. Was nicht nur an der Portion Eiscreme liegt, die am Schluss für alle auf der Bühne verteilt wird.

Preisträgerjury 02
v.l.n.r. Helmut Sachwitz, Jonas Steglich, Prof. Hans-Ulrich Becker, Milena Wichert und Christiane Ehret-Jeltzsch

Die Jurybegründung der Jury des Günther Rühle-Preises: Prof. Hans-Ulrich Becker, Milena Wichert, Christiane Ehret-Jeltzsch:

„Zu Beginn möchten wir ganz besonders die Leistung einer jungen Schauspielerin erwähnen. In einem Interview fragte man Sie mal, welcher Star sie gerne mal wäre und sie antwortet mit:
„Jemand richtig reiches. Der immer abgeholt wird. Die Queen zum Beispiel.“

Sie ist nicht die Protagonistin der Inszenierung und doch nimmt sie uns mit und zieht uns von Anfang an in ihren Bann. Es sind ihre feinen Wechsel auf den schauspielerischen Ebenen, ihre unfassbare Wandlungsfähigkeit, ihre Wärme, ihre Aura. Sie betritt die Bühne und ist da. Eine Präsenz die von Anfang an im Raum ist. Mit Stärke und Kraft überzeugt sie. Wir möchte Tonini Ruhnke in der Inszenierung Im Herzen der Gewalt vom Thalia Theater Hamburg besonders lobend für ihre schauspielerische Leistung erwähnen.

Jetzt wäre der Teil gekommen, für den wir eine 4 seitige Rede vorbereitet hätten. Wir hätten Hannah Arendt zitiert, über das Böse gesprochen, über heutige Gesellschaftsstrukturen geredet und die Fragen gestellt: Was heißt es sich einer verrohten Gesellschaft entgegenzustellen? Was heißt heute Zivilcourage? Was heißt Widerstand?

Dann passiert aber Theater und wir sehen einen Abend der alles auf den Kopf stellt und die Rede an keinem Punkt mehr passt. Weil sie ein anderes Thema in das Zentrum stellt, was eine andere Rede gebraucht hätte.

Warum?

Weil es nicht als düstere Analyse einer Kindheit mit einer depressiven Mutter daherkommt.

Warum?

Weil es über Resilienz mit dem Publikum die schönen Lebensmomente sammelt.

Warum?

Weil die 24 die Spaghetti Bolognese ist.

Warum?

Weil der Darsteller mit seinem unaufdringlichem Charme uns in den Bann zieht.

Warum?

Weil er mit einer selbstverständlichen Art das Publikum durch die Höhen und Tiefen seines Themas steuert.

Warum?

Weil er es schafft mit einer Feinfühligkeit uns zum Mitmachen zu bewegen.

Warum?

Weil er uns mit seiner Präsenz mitnimmt und nicht entkommen lässt.

Warum?

Weil uns der nächste Song noch ein Stück näher rücken lässt.

Warum?

Weil Theater Mut machen kann.

Warum?

Weil der Darsteller uns Mut macht.

Warum?

Weil er die Hürden und Mauern schrittweise aufbricht. Weil er den Abend mit uns gestaltet. Weil es ein Soloabend ist, der kein Solo ist. Weil es einen Darsteller gibt, der die ständige Aufmerksamkeit für das komplette Publikum hat.

Wir freuen uns den Günther Rühle Preis 2019 für herausragendes Schauspiel an den Schauspieler Jonas Steglich in der Inszenierung von All das Schöne vom Schauspielhaus Hannover übergeben zu dürfen.“

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Mit 1.803 Besuchern hat die WjS 2019 auch einen herausragenden Zuspruch beim Publikum insgesamt erfahren. Nur 2003 haben mehr Zuschauer das Festival jemals besucht.

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Schüler-Jury des Schulprojekts THEATERKRITIK

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Gewinner des Abends vom Staatsschauspiel Hannover mit Juryvorsitzender Dagmar Borrmann (r.)

 

Fotos: Deutsche Akademie der Darstellenden Künste
Beitragsbild: Isabel Machado Rios